Hypnosepraxis Kevelaer · Angststörungen & Panik

Psychotherapeutische Begleitung bei Angst und Panik

Wenn Angst sich nicht einfach beruhigen lässt.

Vielleicht kennen Sie Panikattacken. Vielleicht vermeiden Sie bestimmte Orte. Vielleicht begleiten Sie Sorgen fast durch den ganzen Tag. In meiner Privatpraxis in Kevelaer behandle ich Erwachsene mit unterschiedlichen Formen von Angst und Panik.

Angst ist nicht gleich Angst

Angst gehört zum Leben. Sie warnt uns vor Gefahren und bereitet den Körper darauf vor, zu reagieren. Schwierig wird es, wenn dieses Alarmsystem in Situationen anspringt, die keine entsprechende Gefahr darstellen – oder wenn die Angst beginnt, das eigene Leben immer stärker zu bestimmen.

Für die Behandlung macht es einen Unterschied, wie Sie Angst erleben. Deshalb steht am Anfang nicht die Hypnose, sondern die Frage: Was passiert eigentlich bei Ihnen?

Panikattacken und Panikstörung

Eine Panikattacke kann sich sehr körperlich anfühlen. Herzrasen, Schwindel, Zittern, Atemnot oder Engegefühle können so stark werden, dass Betroffene fürchten, die Kontrolle zu verlieren oder ernsthaft körperlich erkrankt zu sein.

Eine einzelne Panikattacke ist noch nicht gleichbedeutend mit einer Panikstörung. Wiederkehrende unerwartete Attacken, anhaltende Sorge davor und Veränderungen des Verhaltens können auf eine Panikstörung hinweisen. Das wird im Gespräch sorgfältig eingeordnet.

Nach einer solchen Erfahrung kann eine weitere Angst hinzukommen: die Angst vor der nächsten Panikattacke. Plötzlich wird der Herzschlag beobachtet. Leichter Schwindel bekommt eine andere Bedeutung. Situationen werden danach beurteilt, ob man sie schnell verlassen könnte.

In der therapeutischen Arbeit können körperliche Wahrnehmungen, Erwartungen, innere Vorstellungen und der Umgang mit angstauslösenden Situationen eine Rolle spielen.

Generalisierte Angst und ständiges Sorgen

Nicht jede Angst kommt als Attacke. Manchmal ist sie viel leiser – und dafür beinahe ständig da. Was, wenn etwas passiert? Was, wenn ich einen Fehler gemacht habe? Was, wenn jemandem aus meiner Familie etwas zustößt?

Kaum ist eine Sorge beruhigt, taucht die nächste auf. Bei einer generalisierten Angstproblematik stehen häufig schwer kontrollierbare Sorgen über verschiedene Lebensbereiche und anhaltende Anspannung im Vordergrund.

Hier wäre es zu einfach, nur an einer einzelnen Situation zu arbeiten. Uns interessiert auch, wie sich das Sorgen entwickelt hat, welche Funktion es erfüllt und was die innere Bereitschaft aufrechterhält.

Agoraphobie

Supermärkte, öffentliche Verkehrsmittel, größere Menschenmengen oder weite Wege können zunehmend belastend werden. Nicht unbedingt der Ort selbst ist entscheidend. Häufig geht es um die Befürchtung, dort eine Panikattacke zu bekommen, nicht schnell genug herauszukommen oder keine Hilfe zu erhalten.

Vermeidung bringt kurzfristig Erleichterung. Langfristig kann der eigene Bewegungsradius dadurch kleiner werden. In der Behandlung schauen wir deshalb auch darauf, welche Situationen inzwischen vermieden werden und welche Schritte wieder möglich werden sollen.

Soziale Ängste

Manche Menschen erleben Angst besonders dort, wo sie sich beobachtet oder bewertet fühlen: in einem Gespräch, einer Gruppe, beim Sprechen vor anderen oder in beruflichen Situationen.

Die Befürchtung, sich zu blamieren oder körperliche Zeichen der Nervosität zu zeigen, kann erheblichen Druck erzeugen. Rational zu wissen, dass andere vermutlich weniger kritisch hinschauen als man selbst, beendet die Angst nicht automatisch.

In der Therapie schauen wir deshalb auf das gesamte Erleben der Situation: Gedanken, Körperreaktionen, Aufmerksamkeit und das eigene Verhalten. Wenn eine einzelne Situation im Vordergrund steht, finden Sie auf der Phobienseite konkrete Beispiele.

Fahrangst, Flugangst und weitere konkrete Ängste

Welche Rolle Hypnose spielen kann

Angst ist nicht nur ein Gedanke. Sie zeigt sich im Körper, in inneren Bildern, Erwartungen und im Impuls, etwas zu tun oder zu vermeiden. Im Gespräch erfassen wir diese unterschiedlichen Aspekte und besprechen mögliche Vorgehensweisen.

Eine allgemeine Beschreibung von Hypnose belegt keine Wirksamkeit bei einer bestimmten Angststörung. Die kognitive Verhaltenstherapie gehört zu den gut untersuchten Behandlungen; je nach Störungsbild ist die Auseinandersetzung mit gefürchteten Situationen ein wichtiger Bestandteil. Welche Behandlung geeignet ist, wird individuell geklärt.

Meine Arbeit umfasst Gespräche und hypnosetherapeutische Methoden. Welche Behandlung für Ihre Beschwerden geeignet ist, klären wir gesondert. Falls eine andere oder zusätzliche Behandlung besser zu Ihrer Situation passt, besprechen wir das offen.

Was während einer Hypnose geschieht

Und manchmal gehört dazu, sich der Angst zu stellen.

Hypnose soll keine angenehme Umgehung notwendiger therapeutischer Schritte sein. Je nach Angststörung kann es sinnvoll sein, Vermeidung schrittweise zu reduzieren und neue Erfahrungen mit bislang gefürchteten Situationen zu machen.

Wir besprechen das Vorgehen miteinander. Weder eine möglichst starke Angst noch eine besonders tiefe Trance ist dabei ein Qualitätsmerkmal.

Das Ziel ist nicht, dass Sie in meiner Praxis entspannt an eine Situation denken können. Entscheidend ist, was sich außerhalb meiner Praxis verändert.

Wie eine Behandlung beginnen kann

Im Ersttermin sprechen wir ausführlich darüber, wann die Angst auftritt, was körperlich geschieht und was Sie befürchten. Auch frühere Behandlungen und medizinische Untersuchungen gehören dazu.

Dann entscheiden wir über das Vorgehen und vereinbaren konkrete Ziele. Was möchten Sie wieder tun können? Einen Ort aufsuchen, eine Strecke fahren oder in einer Situation bleiben? Im Verlauf schauen wir gemeinsam darauf, was sich tatsächlich verändert.

Nicht möglichst tiefe Hypnose ist das Ziel. Sondern mehr Freiheit im wirklichen Leben.

Wann ich genauer hinschaue

Angstähnliche Beschwerden können auch körperliche Ursachen haben. Neu auftretendes oder ungeklärtes Herzrasen, Atemnot, Schwindel oder andere deutliche körperliche Symptome sollten ärztlich abgeklärt werden. Bei akuten schweren Beschwerden ist sofortige medizinische Hilfe erforderlich.

Im Gespräch prüfen wir außerdem, ob Art und Schwere Ihrer Beschwerden zu einer Behandlung in meiner Praxis passen oder ob eine fachärztliche oder andere psychotherapeutische Versorgung angezeigt ist.

Fachliche Orientierung: AWMF-Leitlinie Angststörungen

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